Beschreibung
Besetzung: 2 Fl, 2 Ob, 2 Klar, 2 Fg, 4 Hn, 2 Tp, 3 Pos.; Timp; Streicher
Dauer: 45:00
Das Werk, das die Bezeichnung „Das Leid und seine Überwindung“ trägt, bringt im Appassionato seines ersten Satzes das dem Menschen vom Schicksal auferlegte Leid zum Ausdruck. Der Zuspruch des begütigenden Seitenthemas stärkt der Schlußgruppe den Mut zur Selbstbehauptung. Alles Ringen und Aufbäumen der Durchführung aber kann die Erlösung nicht bewirken; und so sinkt sie wieder in das Leidenthema der Reprise zurück.
Die melodische Schwermut des zweiten Satzes, mehrfach variiert, führt zu Gefühlsausbruch und Trauer; doch bringt Himmlische Tröstung inmitten der elegischen Stimmung sogar Klänge des Frohsinns hervor.
Das macht ein Scherzo möglich. In seiner Durchführung erheben die Posaunen die Stimme der neu gewonnenen Kraft, und die Trompeten und Hörner des Trios, verträumt zu Beginn, schmettern bald allen Widerwärtigkeiten ihre munteren Angriffssignale entgegen…
Im zuversichtlichen C-Dur des Finales steigen durch Molltrübungen bald wieder Schatten auf. Ein liedartiges Seitenthema versucht sie zu bannen und erweckt Hoffnung auf ein vielleicht noch mögliches Glück. Doch wieder bricht der Kampf aus: und er steigert sich in der Durchführung zu gewaltigen Erschütterungen. Obwohl der Sieg noch nicht errungen ist, beschwört die Sehnsucht nach Befreiung nochmals die bald wieder ent-täuschte Zuversicht herauf. In der Coda erst gewinnt ein früher nur angeklungenes Posaunenmotiv große Macht, es setzt sich mit einem energischen Ostinato gegen alle Übel durch und überwindet so endlich das Leid. Der Siegesjubel einer triumphalen Stretta be-schließt dann das Werk.
Johann Karl Regber


