{"id":1256,"date":"2025-06-10T11:46:35","date_gmt":"2025-06-10T09:46:35","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:10148\/?post_type=product&#038;p=1256"},"modified":"2025-06-10T11:47:27","modified_gmt":"2025-06-10T09:47:27","slug":"regber-johann-karl-4-sinfonie","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/product\/regber-johann-karl-4-sinfonie\/","title":{"rendered":"REGBER, Johann Karl: 4. Sinfonie"},"content":{"rendered":"<p>Besetzung: 2 Fl, 2 Ob, 2 Klar, 2 Fg, 4 Hn, 2 Tp; Timp; Streicher<br \/>\nDauer: 36:00<\/p>\n<p>Das bedeutendste Drama \u201eDer Sohn der Wildnis\u201c des zu Unrecht vergessenen Dichters Friedrich Halm, des \u00d6sterreichischen Kleist, bot die Anregung zur Entstehung der vorliegenden Symphonie.<br \/>\nGriechen hatten im Gebiet der r\u00e4uberischen Tectosagen die Stadt-Kolonie Marsilia errichtet. Ein dortiger Schmied wird von den Wilden entf\u00fchrt, um L\u00f6segeld zu erpressen. Da jedoch keine Mittel vorhanden sind, bietet sich seine Tochter zum Austausch an. Bei den Tectosagen gilt Mut als die h\u00f6chste Tugend. Dem H\u00e4uptling Ingomar n\u00f6tigt deshalb der ihre Hochachtung ab, die sich bald zur Liebe steigert. Unter Wilden aufgewachsen, hatte er nie etwas anderes erlebt und mit der Unschuld eines Raubtieres geglaubt, sein Leben sei das einzig richtige. Nun begegnet er durch sie zum ersten Male dem Menschlichen, Gesitteten und gewinnt eine Ahnung vom Wert der Kultur. Dieser ihr Einflu\u00df bewirkt auch, da\u00df er einen geplanten Kriegszug gegen einen Nachbarstamm unterl\u00e4\u00dft. Stammesgenossen aber wollen nicht zusehen, wie eine Griechin ihrem H\u00e4uptling den Mannesmut raubt, und entf\u00fchren sie deswegen, um sie als Sklavin zu verkaufen. Ingomar aber, der sie befreien will, erschl\u00e4gt ihren R\u00e4delsf\u00fchrer im Kampf. Daraufhin wird er vom Stamm ausgeschlossen. So f\u00fchrt sie ihn in die Griechenstadt; und ihr Vater nimmt ihn als Gehilfen in die Schmiedewerkstatt. Doch ihre Mutter, die den Wilden verabscheut, macht ihm das Leben sauer. Da werden verd\u00e4chtige Bewegungen unter den Tectosagen bemerkt. Der Stadtherr stellt daher an Ingomar das Ansinnen, er solle sie auskundschaften und verspricht ihm daf\u00fcr ein Haus. Als sich der aber weigert, seinen Stamm zu verraten, verbannt er ihn. Da erscheinen Abgesandte der Tectosagen und wollen erforschen, ob ihr ehemaliger H\u00e4uptling in der Stadt auch gut behandelt w\u00fcrde; ansonsten drohen sie mit einem \u00dcberfall. Der Stadtherr entgegnet ihnen, man habe ihn als B\u00fcrger aufgenommen und ihm sogar ein Haus angeboten. Ingomar verschweigt wohlweislich den wahren Sachverhalt, beruhigt seine Stammesgenossen und bewahrt so die Stadt. Daf\u00fcr begnadigt, erh\u00e4lt er nun tats\u00e4chlich das Haus; und durch die so m\u00f6glich gewordene Eheschlie\u00dfung wird der Sohn der Wildnis nun endg\u00fcltig zu einem zivilisierten Griechen.<\/p>\n<p>Zu diesem wunderbaren Stoff verfasste der Tonsetzer selber ein Textbuch und wollte ihn zu einer Oper gestalten. Bald jedoch bemerkte er, da\u00df ein solches Unterfangen nicht seiner Neigung entsprach, und verwendete deshalb Rezitative, Arien und Ch\u00f6re als die Themen einer Symphonie.<br \/>\nDas ihres Kopfsatzes stellt den H\u00e4uptling vor, das Seitenthema dessen versuchte Verlockung zum Verrat.<br \/>\nZweimalige Verbannung und deren vers\u00f6hnlicher Ausgang verleihen dem zweiten Satz seine Stimmung.<br \/>\nDas Scherzo ist der angehenden b\u00f6sen Schwiegermutter gewidmet; das erste Trio stellt die Einb\u00fcrgerung, das zweite die Erinnerung an das Leben in den W\u00e4ldern dar.<br \/>\nDas Finale aber wurde angeregt durch die Wildheit der Tectosagen und deren liebevolle Bes\u00e4nftigung durch die Griechin mit dem einst ber\u00fchmten Liede \u201eZwei Seelen und ein Gedanke\u201c, das hier eine Neuvertonung erfuhr. Die Durchf\u00fchrung, die sich zur Symphonischen Dichtung ausweitet, steigert die Gegens\u00e4tze bis zum \u00c4u\u00dfersten; dann aber tr\u00e4gt die Menschlichkeit den Sieg davon; und der Sohn der Wildnis wandelt sich, durch die Liebe gez\u00e4hmt, zu einem gesitteten Griechen.<\/p>\n<p>Dem Tonsetzer kam diese Opern-Symphonie umso mehr gelegen, als auch ihm selber ein \u00e4hnliches Schicksal bereitet gewesen ist.<\/p>\n<p>Johann Karl Regber<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>REGBER, Johann Karl: 4. Sinfonie<\/p>\n<p>ERSTDRUCK<\/p>\n","protected":false},"featured_media":325,"template":"","meta":[],"product_brand":[],"product_cat":[30,31,22],"product_tag":[],"class_list":{"0":"post-1256","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-regber-johann-karl","7":"product_cat-sinfonien","8":"product_cat-deutsch","10":"first","11":"instock","12":"shipping-taxable","13":"product-type-grouped"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product\/1256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=1256"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=1256"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/european-cultural-services.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=1256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}